Dampfbagger e.V.? 

1978 verabschiedete sich nach über 75 Jahren Baggerbau die renommierte Hamburger Firma Menck&Hambrock in die ewigen Insolvenzgründe. Während viele mit Dieselmotoren angetriebene Bagger auch heute noch etwas von dem legendären Ruf dieses Herstellers verbreiten, sind Zeugen aus der Dampfzeit sehr rar, aber durchaus noch vorhanden.
Drei norddeutsche Baumaschinen-Freunde haben sich jetzt zusammengetan, um ein wahrhaft schwergewichtiges Projekt zu starten: Mit Unterstützung der Werkstatt von J.-F. Walther in Stapel soll ein 1928 gebauter Menck-Dampfbagger Typ „M IV“ wieder zum Leben erweckt werden. Nach langer Vorbereitungszeit wurde die aus einem süddeutschen Steinbruch geborgene Maschine in mehreren Teilen ins norddeutsche Flachland zurückgebracht. 54 Tonnen Lebendgewicht, 3,5m Breite und 4,8m Höhe ohne Schornstein ließen einen unzerlegten Transport nicht zu.
Auf dem europäischen Festland ist kein betriebsfähiger Dampfbagger bekannt, so dass es den drei Baggereigentümern an Motivation nicht mangelt. Mit Hilfe eines noch zu gründenden Fördervereins soll die Aufarbeitung und Inbetriebnahme unterstützt werden.
 

Ein Menck M IV bei der Begradigung der Wümme in Ottersberg. 

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Das Projekt: Der Menck M IV Heißdampf-Patentbagger Nr. 9021 

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Der Transport und das Abladen des Unterwagens am 09.12.2005. 

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Kaum zu sehen, eine Telefonleitung. Sie ermöglicht das wir den Bagger von unten betrachten können. 

Aufladen der Anbauteile im Steinbruch 

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Wenn man daneben steht, kommt einem der 0,8 cbm-Dampfbagger-Greifer riesig vor. Am Caterpillar 988 Radlader hängend, wirkt er allerdings wieder ziemlich klein. Der Radlader ist das größte im Steinbruch noch vorhandene Gerät. 

Der Hochlöffel-Tieflader 

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Von der Länge her reichte der 3-achser-Tieflader gerade so eben, von vorne bis hinten ist der Ausleger 8,5 m lang. Das Gewicht war dagegen kein Problem, der komplette Hochlöffel wiegt genau 8,5 to. Der Kipper war mit 2 Greifern und einer kompletten Ersatzraupenkette des Dampfbaggers gut ausgeladen und konnte die 430 km lange Heimreise nach Stapel antreten. In den Kasseler Bergen wird es wohl manchmal etwas langsamer vorangegangen sein. 

Am Wiederauferstehungsort angekommen! 

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Darum heißt es HOCH-löffel! 

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So ein ähnliches Bild hatten wir doch schon mal. Auch der Ausleger setzte am Schluß seiner Reise zum Flug über die Walther´sche Telefonleitung an, um anschließend sorgfältig abgelegt zu werden.
Sollte der Bagger irgendwann mal fertiggemacht vom Hof wegkommen, werden wir wohl die Telefonleitung abhängen... 

Dampfbagger-Greifer 

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Im Vergleich zu normalen Menschen zeigen die Greifer ihre wahre Größe. Reichlich dimensioniert und aus dicken Guß- und Blechteilen zusammengeschraubt oder genietet, bringt jeder im leeren Zustand fast 3 Tonnen auf die Waage. Gefüllt mit schwerem Boden werden dann 5 Tonnen draus.
Vom Aufbau her haben sie mit den modernen Menck-Greifern kaum was gemeinsam, was aber auch daran liegt, daß die alten Dinger noch mit 4-Seilen bewegt werden.